Die Umbaukultur spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung nachhaltiger, lebenswerter und ressourcenschonender Städte und Regionen. Im Kontext des Städtebaus und der Landesplanung gewinnt die bewusste und innovative Umgestaltung bestehender Strukturen zunehmend an Bedeutung, um den Herausforderungen des demografischen Wandels, des Klimawandels und der Urbanisierung gerecht zu werden. Die Beiträge zu "Umbaukultur" beleuchten Ansätze, Strategien und Best Practices, die zeigen, wie bestehende Gebäude, Quartiere und Infrastrukturen durch gezielten Umbau und Nachverdichtung aufgewertet werden können. Ziel ist es, die kulturelle, soziale und ökologische Qualität urbaner Räume zu steigern und eine zukunftsfähige Entwicklung auf regionaler und lokaler Ebene zu fördern.
Der steigende Flächenverbrauch erfordert neue Strategien für eine nachhaltige Nachverdichtung bestehender Siedlungen. Ein Forschungsprojekt an der TU Graz entwickelt dafür einen alternativen Ansatz, der Bestandserhalt, höhere Dichte und Umweltverträglichkeit verbindet.
Leerstehende Industriehallen, verlassene Kaufhäuser oder alte Gasthöfe im Ortskern – fast jede Stadt kennt solche „Problemimmobilien“. Sie sind sichtbare Zeichen des Strukturwandels. Sie belasten das Stadtbild, sind häufig emotional aufgeladen und erfordern bei der Entwicklung besonderes Fingerspitzengefühl. Doch ihre Umnutzung ist komplex: bauliche Hürden, schwierige …
Das ehemalige Quelle-Gebäude in Nürnberg-Weststadt – ursprünglich geplant von Ernst Neufert – wird unter dem Projektnamen „The Q“ zu einem gemischt genutzten urbanen Quartier transformiert.3 Die Sanierung erfolgt unter Wahrung der Denkmaleigenschaft und im Rahmen der Ausweisung als Stadterneuerungsgebiet.
Der BDA Bayern hat in einer fachübergreifenden Arbeitsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Rudolf Hierl eine „Handreichung zur Transformation ungenutzter Büroflächen in bezahlbaren Wohnraum“ erarbeitet. die Studie wurde im März 2025 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
In der 2022 verfassten Berliner Erklärung der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung wurde der hohe Stellenwert des Umbaus und der Modernisierung bestehender Gebäude zur wirksamen Reduktion des Verbrauchs von Ressourcen und Energie formuliert. Auch in der Bevölkerung ist das Bewusstsein für die Erfordernisse des …
Der Umgang mit unserer gebauten Welt wirft grundlegende Fragen auf: Warum schätzen wir den Neubau mehr als den Umgang mit Vorhandenem? In unserer sich rasant entwickelnden Welt haben sich Planungsgrundlagen und Gesetze vor allem auf den Neubau ausgerichtet. Haben wir den Bestand vergessen? Dabei wird …
Die Stadt Regensburg hat sich mit dem 2017 beschlossenen „Leitbild Energie und Klima“ verpflichtet, erhebliche CO2-Einsparungen zu realisieren. Um dieses Ziel zu erreichen, muss u. a. die Gebäudeeffizienz im gesamten Stadtgebiet deutlich verbessert werden.
Die Stadtverwaltung hat daher die Initiative ergriffen und in Zusammenarbeit mit der …