Medialisierung und Digitalisierung führen zu einer Abnahme der Bindungen an Raum und Zeit, sie schaffen zugleich Anreize für Aktivitäten und Reisen. Sie sind somit tendenziell „Treiber“ der Mobilität, auch wenn mobile Endgeräte für viele das Arbeiten im sogenannten „Home Office“ ermöglichen und ebenso wie die Angebote des Online-Handels und zunehmende digitale Angebote der öffentlichen Verwaltung grundsätzlich zur Reduzierung des physischen Verkehrs beitragen können. Digitalisierung bietet nämlich zugleich die Gelegenheit für das Arbeiten an unterschiedlichen Orten abseits von Arbeitsplatz und Wohnung. Zugleich schafft Medialisierung permanent neue Anreize für immer weitere Reisen, das durch Echtzeit-Fahrgastinformation per Handy und Navigationsgerät sowie durch komfortable Online-Buchung unterstützt wird. Von der skizzierten Zunahme an Flexibilität und Freiräumen profitieren jedoch nicht alle Bevölkerungsgruppen. Aufgrund ihrer sozialen und wirtschaftlichen Situation sind etliche Menschen weiterhin in ihren Orten gebunden oder fremdbestimmten zeitlichen Zwängen ausgesetzt.