Wissenschaftliches Kolloquium 2026 Verschiebung der Koordinaten

26. März 2026 12:30 Uhr - 27. März 2026 12:30 Uhr • Leipzig

Nach einer Veranstaltungsreihe zwischen November 2024 und Juni 2025, zu der die Landesgruppen Berlin-Brandenburg, Nord und Mitteldeutschland die Initiative ergriffen hatten, soll der Austausch nun fortgesetzt werden.

Am 26. und 27. März 2026 fand das Wissenschaftliche Kolloquium der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung in der Alten Nikolaischule in Leipzig statt. Über 60 Teilnehmende aus Wissenschaft, Planungspraxis und angrenzenden Fachgebieten kamen zusammen, um sich zu aktuellen Fragen der Stadt- und Raumentwicklung auszutauschen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Präsidentin der DASL, Monika Thomas. Durch das Programm führte der wissenschaftliche Sekretär Mario Tvrtković, der die unterschiedlichen Programmpunkte miteinander verband und den Austausch moderierte.

Der erste Veranstaltungstag war geprägt von fachlichen Impulsen und dialogorientierten Formaten. In mehreren Panels wurden Perspektiven auf aktuelle Entwicklungen in Stadt und Raum vorgestellt und diskutiert. Die Beiträge spiegelten ein breites Spektrum an Zugängen wider – aus Forschung, Planungspraxis sowie angrenzenden gesellschaftlichen Handlungsfeldern – und eröffneten vielfältige Anknüpfungspunkte für den gemeinsamen Austausch.

Am zweiten Tag rückte der dialogische Charakter der Veranstaltung noch stärker in den Mittelpunkt. Eine Podiumsdiskussion führte unterschiedliche Sichtweisen zusammen und griff zentrale Fragestellungen des Kolloquiums auf. Im Fokus standen dabei die Rolle und Verantwortung der planenden Disziplinen im Kontext sich wandelnder gesellschaftlicher und räumlicher Rahmenbedingungen.

Die Diskussion hat gezeigt, dass „Die Verschiebung der Koordinaten“ in Ihrer agitativen Art der Sichtbarkeit, Deutungshoheit und emotionalen Verankerung längst in vielen Kommunen und Parlamenten angekommen ist. Die Ablehnung lange als gesetzt geglaubter Prinzipien einer nachhaltigen, gerechten und integrativen Stadtentwicklung wächst zunehmend. So verfestigte sich in der Diskussion die Erkenntnis, dass unser strategisches Handeln und gemeinsame Allianzen jetzt umso wichtiger sind. Dafür gilt es, unser Leitbild als normativen Kompass im Dialog zu reflektieren und zu schärfen und uns innerhalb der DASL über die demokratischen Werte zu vergewissern, um den Herausforderungen im beruflichen Alltag und darüber hinaus zu begegnen.

Besonders hervorzuheben ist die gelungene Verbindung von fachlichem Input und kollegialem Austausch, die das Kolloquium prägte. Die offene Atmosphäre ermöglichte es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und gemeinsame Fragestellungen weiterzudenken.

Ein besonderer Dank gilt der Landesgruppe Mitteldeutschland, die das Kolloquium mit großem Engagement konzipiert, organisiert und vor Ort begleitet hat.

Das Wissenschaftliche Kolloquium 2026 in Leipzig unterstreicht die Bedeutung solcher Formate für den kontinuierlichen fachlichen Austausch und die Weiterentwicklung von Städtebau und Landesplanung.


Eindrücke vom WiKo

| © Miriam Rausch

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