Nikolai Wolff - Fotoetage Bremen, 2024
Hier finden Sie einen Rückblick auf die vergangenen Jahrestagungen der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung.
Nahezu 40% des globalen Ressourcenverbrauchs stammen aus dem Bauwesen. Urbanisierung führt zu Abfall und beschleunigt Klimawandel und Artensterben.
Die Berliner Erklärung der DASL fordert eine „Bauwende“ mit einer neuen Balance zwischen Mensch und Natur und einer Überwindung des ständigen Wachstums. Nachhaltigkeit wird definiert als Verbrauch von Ressourcen, der nicht über deren Regeneration hinausgeht.
Die DASL Jahrestagung 2025 in Heidelberg thematisiert die Auswirkungen begrenzter Ressourcen auf Stadt und Region und untersucht, wie planerischer Gestaltungsspielraum zurückgewonnen werden kann.
Wir gestalten Städte in Zeiten von Klimakrise, demokratischer Erosion, sozialer Spaltung und Ressourcenknappheit. Infrastruktur, Bestand und Daseinsvorsorge stehen unter Druck. Die DASL fordert daher eine transformative Planung mit Fokus auf Suffizienz, Resilienz, Teilhabe und Umweltgerechtigkeit. Quartiere sind dabei zentrale Orte für eine integrierte, ökosoziale Stadtentwicklung.
Wir müssen weltweit die Art und Weise, wie wir produzieren, wohnen, uns bewegen und konsumieren, grundlegend ändern. Die Zeit drängt.
Die 2019 formulierte These bleibt aktuell – durch die Pandemie sogar verschärft. Arbeitswelten verändern sich global tiefgreifend, mit Folgen vergleichbar der industriellen Revolution. Diskutiert werden Auswirkungen digitaler Arbeit auf Stadtgesellschaft und Mobilität, neue Leitbilder, bodenpolitische Anpassungen sowie Lehren aus Corona für eine ressourcenschonende, gemischte Stadtstruktur.
Die Jahrestagung 2019 in Aachen griff – im europäischen Grenzraum – internationale, regionale und lokale Urbanisierungsdynamiken auf. Vor dem Hintergrund globaler Leitdokumente wie der New Urban Agenda stand die Zukunft von Stadt und Region im Fokus, mit Blick auf Deutschland, Belgien, die Niederlande und Luxemburg. Jean Asselborn hielt den Festvortrag; Ehrungen prägten das Format.
Seit 45 Jahren prämiert der mit 25.000€ dotierte Deutsche Städtebaupreis wegweisende Projekte, die unsere Städte nachhaltig und innovativ gestalten. Ausgelobt von der DASL und gefördert von der Wüstenrot Stiftung, setzt er Impulse für eine zukunftsweisende Stadtbaukultur. Der Sonderpreis hebt besonders dringliche Herausforderungen hervor und inspiriert zur Neugestaltung unseres urbanen Lebens – für Städte von morgen!