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Pressemitteilung

DASL Landesgruppe NRW zeichnet einen Impulsgeber und Gestalter innovativer Raumentwicklung aus

Düsseldorf / Dortmund, 4. September 2026. Die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL), Landesgruppe NRW, hat Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Region Köln/Bonn e. V., mit der Halstenberg-Medaille 2026 ausgezeichnet. Die Verleihung fand im Rahmen eines Festaktes im Baukunstarchiv NRW in Dortmund statt.

Mit der Auszeichnung würdigt die Akademie Molitor für sein „herausragendes Wirken als Impulsgeber und Gestalter innovativer Raumentwicklung“.

Laudator Prof. Dr. Rainer Danielzyk hebt insbesondere Molitors Fähigkeit hervor, strategische Regionalentwicklung auf der Grundlage empirischer Erkenntnisse konzeptionell vorauszudenken und zugleich durch konkrete Initiativen und Projekte erfolgreich in die Praxis zu überführen. Einen besonderen Schwerpunkt seines Wirkens bilden dabei die „Sonderformate“ der Raumentwicklung – insbesondere die Internationalen Bauausstellungen (IBA) und die REGIONALEN in Nordrhein-Westfalen. Zu deren kontinuierlicher Weiterentwicklung hat Molitor durch seine praktische Arbeit sowie zahlreiche Beirats- und Beratungstätigkeiten im In- und Ausland maßgeblich beigetragen.

Halstenberg-Preis 2026 für Dr. Reimar Molitor

Bild: Verleihung des Halstenberg-Preises 2026

Von nachhaltiger Regionalentwicklung zu neuen Kooperationsformaten

Die Grundlagen für Molitors heutiges Wirken reichen bis in die 1990er-Jahre zurück. Bereits als Mitarbeiter des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung beschäftigte er sich mit nachhaltiger Regionalentwicklung. Ein mehrjähriger Arbeits- und Forschungsaufenthalt in Irland vermittelte ihm zudem umfangreiche Erfahrungen mit der europäischen Regionalförderung.

Seit dem Jahr 2000 stehen innovative Formate der Raumentwicklung im Zentrum seiner Arbeit: zunächst im Team der REGIONALE 2006 im Bergischen Land, später als Geschäftsführer des Region Köln/Bonn e. V. und zugleich der REGIONALE 2010 im Köln-Bonner Raum. Es folgten unter anderem die Geschäftsführung der REGIONALE 2025 im Bergischen Rheinland, die Leitung zur Erarbeitung eines Agglomerationsprogramms für den Raum Köln/Bonn sowie die Federführung bei einem Memorandum für das neue Format einer Internationalen Bau- und Technologieausstellung (IBTA) im Rheinischen Revier.

Die Akademie würdigt dabei nicht allein einzelne Projekte, sondern insbesondere Molitors Verständnis von Regionalentwicklung als gemeinschaftliche Aufgabe. Gemeinsam mit seinen Teams und unter Beteiligung von Akteuren aus Staat und Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft habe er Maßstäbe für kooperative Raumentwicklung durch Sonderformate in Mitteleuropa gesetzt. Im Zentrum stehe dabei stets das Ziel, einen „guten Raumzustand“ zu schaffen und damit Lebensqualität und Wirtschaftskraft einer Region gleichermaßen zu verbessern.

Ein „reflektierter Macher“

Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Professor für Raumordnung und Regionalentwicklung an der Leibniz Universität Hannover, würdigte Molitor in seiner Laudatio als einen „reflektierten Macher“, von dessen Arbeit sowohl die konkreten Handlungsräume als auch die nationale und internationale Fachdiskussion maßgeblich profitieren. Diese Verbindung von strategischem Denken, wissenschaftlicher Reflexion, kooperativen Prozessen und konkreter Umsetzung kennzeichnet Molitors Wirken über viele Jahre hinweg.

Prof. Christa Reicher, Vorsitzende der DASL Landesgruppe NRW und Professorin für Städtebau an der RWTH Aachen, überreichte die Auszeichnung im Namen des Vorstands und der Mitglieder der Landesgruppe.

Der Festakt im Baukunstarchiv NRW brachte zugleich zahlreiche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter des Preisträgers zusammen. Neben der Laudatio von Rainer Danielzyk beleuchtete Peter Bertholet, ehemaliger Direktor der Stadsregio Parkstad Limburg in den Niederlanden, insbesondere das internationale Wirken Molitors. Im Anschluss an die Preisverleihung waren die Gäste eingeladen, persönliche Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse mit dem Preisträger beizutragen.

Über den Halstenberg-Preis

Der Halstenberg-Preis erinnert an Friedrich Halstenberg, dessen Name insbesondere in den 1960er- bis 1980er-Jahren eng mit Raumplanung, Städtebau und Förderungspolitik in Nordrhein-Westfalen verbunden war. Die Halstenberg-Medaille wird von der DASL Landesgruppe NRW für wegweisende, hervorragende und ungewöhnliche Leistungen im Städtebau vergeben.

Pressekontakt: 
DASL – Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung
Landesgruppe NRW
Geschäftsstelle: Dipl.-Ing. Jochen Füge
E-Mail: dasl_lg-nrw@dasl.de