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Am Freitag, den 17. April 2026, lud die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen um 15:30 Uhr in die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf zur Veranstaltung „Logistikimmobilien in verdichteten Stadträumen“ ein.

Im Mittelpunkt stand ein hochaktuelles Thema der Stadt- und Regionalplanung: die wachsenden Anforderungen an urbane Logistik vor dem Hintergrund zunehmender Flächenknappheit, steigender Lieferverkehre und ambitionierter Nachhaltigkeitsziele.

 Logistik – und insbesondere urbane Logistik – erweist sich dabei als eine äußerst raumwirksame Aufgabe. Ein Blick auf den Online-Handel verdeutlicht die Dynamik: Während in Deutschland aktuell rund 13 % der Handelsumsätze online generiert werden, liegen die Anteile in Großbritannien bereits bei etwa 36 % und in China sogar bei rund 46 %. Diese Entwicklung lässt erahnen, welche Bedeutung der urbanen Logistik künftig zukommt.

Als Referent konnte Dr.-Ing. Roland Busch von der Bergischen Universität Wuppertal (Institut für Raumforschung und Immobilienwirtschaft, IRI) gewonnen werden. In seinem fundierten und anschaulichen Vortrag beleuchtete er sowohl aktuelle Entwicklungen der urbanen Logistik als auch innovative Immobilienkonzepte wie Multi-Level-Logistik.

Ein zentraler Diskussionspunkt war die Organisation der sogenannten „letzten Meile“. Hier gewinnen kreative Lösungen wie Pick-up- und Drop-off-Stationen zunehmend an Bedeutung. Interessanterweise rücken dabei auch bestehende Infrastrukturen – etwa ehemalige Tankstellen – wieder stärker in den Fokus möglicher Nachnutzungen.

Im Hinblick auf die Versorgung dichter urbaner Räume wurden internationale Beispiele für Multi-Level-Logistik intensiv diskutiert. Projekte aus Hongkong und Tokio sowie das Beispiel „Mach 2“ in Hamburg zeigten, wie Logistik auf mehreren Ebenen organisiert werden kann, um Flächen effizienter zu nutzen. Gleichzeitig wurde kritisch hinterfragt, wie tragfähig solche Konzepte langfristig sind. Insbesondere die Drittverwendungsfähigkeit der Immobilien sowie die aufwendigen statischen Anforderungen standen im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeit und CO₂-Einsparzielen.

Die Veranstaltung bot Raum für eine offene und teils kontroverse Diskussion zwischen den Teilnehmenden. Erfahrungen wurden ausgetauscht, unterschiedliche Perspektiven beleuchtet und neue Impulse für Planung, Immobilienwirtschaft und Politik entwickelt.

Wir danken Dr.-Ing. Roland Busch für seinen engagierten und hervorragend vorbereiteten Vortrag, der den Teilnehmenden zahlreiche Einblicke, Denkanstöße und Diskussionsgrundlagen zu diesem wichtigen Zukunftsthema geliefert hat.