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Hannover

Gewinner Sonderpreis des Deutschen Städtebaupreises 2004

Hannover, „bed by night“
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Autoren: Entwurf: Architekt Han Slavik, Amsterdam/Hannover Bauherrin: Landeshauptstadt Hannover

Ist es nicht zuletzt die Gewissheit des „Wieder–Verschwindens“, die „Temporäre Architektur“ zunehmend inte ressant macht? Der Be trachter hat die Wahl , ob e r froh ist , dass sie bald wieder weg ist, ob er die begrenzte Zeit genießt oder unbeteiligt verstreichen lässt. Die Chance „Temporärer Architektur“ lie gt in ihrem speziellen Wesen. S ie sollte anders ausgeführt werden als dauerhafte Bauwerke. Der Prozess des Verschwindens kann Bestandteil der Entwurfskonzeption werden, ohne behelfsmäßig zu wirken. Dies ist in dem eingereichten Projekt für Straßenkinder in Hannover in eindrücklicher Weise gelungen.
In Zusammenarbeit mit Sozialpädagogen entwarf Han Slavik ein Konzept, dass einerseits den Bedürfnissen der Nutzer gerecht wird und anderseits dem Anspruch des Architekten, aus „Serienprodukten“, die nach dem Abbau alle wieder verwertet werden können, eine anspruchsvolle Architektur zu entwickeln. Verwendet wurden Bahn- bzw. Schiffcontainer, ein Holztragwerk aus vorgefertigtem Gerüstbau sowie eine Industrieglasfassade. Im Erdgeschoss liegt der Eingang mit der Schleuse, Büro- und Besprechungsräumen. Küche, Essraum und der Aufenthaltsbereich sind zum internen Hof orientiert. Der Hof ist aufgrund der Glashülle witterungsgeschützt. Im Obergeschoss finden die Schlafräume Platz. Die Anlage spiegelt mit ihrem temporären Charakter die temporäre Nutzung durch die Straßenkinder wider, verbunden mit einer experimentellen Architektur, fern von „bürgerlicher Baukunst“.

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