Preisträger

Städtebaupreis 2008

Jüdisches Zentrum, München

Städtebauliche Konzeption und Entwurf: Wandel Hoefer Lorch Architekten
Platzgestaltung: office regina poly
Bauherren: Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern
Landeshauptstadt München, Baureferat
weitere Beteiligte:
Bauleitung in Arbeitsgemeinschaft mit CLmap
Tragwerksplaner: Sailer Stepan und Partner
Fachplanung Haustechnik: Ingenieurbüro Konrad Huber
Projektsteuerung: ALBA BauProjektManagement GmbH
DU Diederichs

Der Jakobsplatz liegt im historischen Zentrum Münchens. Seit der Gründung Münchens 1158 diente er als
Markt und Handelsplatz. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Stadtgebiet stark zerstört und der Platzbereich lag bis 2000 brach. Mit dem Jüdischen Zentrum am Jakobsplatz wird der Fülle und dem Reichtum jüdischen Lebens, die Nazi-Deutschland zerstört hatte, wieder der gebührendeRaum gegeben, kehrt die Synagoge aus einer Hinterhofsituation in die Mitte der Stadtgemeinschaft zurück.

Der Wettbewerbsentwurf stellt die Idee einer selbstverständlichen Verwobenheit des Jüdischen Zentrums mit der Stadtstruktur über den öffentlichen Raum in den Mittelpunkt. Seine Öffentlichkeit und Offenheit wird erlebbar in einer Folge von Plätzen, Wegen und Passagen zwischen den Gebäuden und ihrer Nachbarschaft. Synagoge, Museum und Gemeindehaus sind als Ensemble ausbalanciert, in ihrer jeweiligen Eigenständigkeit formuliert und über die Zwischenräume hinweg in Beziehung zueinander gesetzt…weiterlesen

Belobigungen

Museum Luther-Geburtshaus in Eisleben

Verfasser:Springer Architekten, Jörg Springer Architekt BDA, Berlin
Bauherr: Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen Anhalt, Lutherstadt Wittenberg

Der Umbau des Geburtshauses Martin Luthers in Eisleben steht in einer Reihe sich wandelnder Interpretationen dieses Ortes. Er ist Teil einer Entwicklung, die spätestens 1817 mit der Errichtung der Armenschuleals freistehendes Haus auf dem rückwärtigen Grundstücksteil
einsetzte. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde die stadträumliche Situation entscheidend verändert.
Ein weiterer Umbau … weiterlesen

Martinszentrum in Bernburg/Saale

Entwurf/Planung: Weis & Volkmann Architektur
Mitarbeit: Ilona Brauer, Winfried Hammermüller, Olav Hörl
Landschaftsplanung: Atelier Bernburg
Projektsteuerung: Jost Consult Projektsteuerungs GmbH
Bauherr: Evangelische Landeskirche Sachsen-Anhalts mit der Evangelischen Martinsgemeinde

BernburgNach dem Vorbild traditioneller Klosteranlagen umfriedet das neue Zentrum, in dem Krippe, Kindergarten, Hort und Grundschule für insgesamt 165 Kinder Platz finden, an drei Seiten die mächtig aufragende Sandsteinkirche St. Martin. Das Schulzentrum gibt dem Platz gleichzeitig eine städtebauliche Fassung. Das biblische Bild des ‚leichten Zeltes’ wird als Zeitsprung … weiterlesen

Rummelsburger Bucht 2 - BerlinCampus

Entwurf Masterplan: Prof. Klaus-Theo Brenner, Wasserstadt GmbH
Entwicklungsträger: Wasserstadt GmbH

Die heutigen Quartiere „Rummelsburg 2“ und „BerlinCampus“, mit denen sich die Wasserstadt GmbH um den Deutschen Städtebaupreis 2008 bewirbt, sind beide Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts erstmals mit städtischen Einrichtungen bebaut worden. 1854 bis 1859 entstand auf dem 13 ha großen Gelände des
heutigen Quartiers „Rummelsburg 2“ nach Plänen des Stadtbaurats Gustav Holzmann das Städtische Friedrichs-Waisenhaus. Von der Gesamtanlage sind noch die beiden westlichen Knabenhäuser am See sowie der heutige Medaillonplatz im Zentrum des Quartiers erhalten. Das Waisenhaus wurde im zweiten Weltkrieg fast …weiterlesen

Artistvillage und New Rummelsburg

Verfasser: Beyer-Schubert Architekten, Berlin

Am Ufer des Rummelsburger Sees entstanden in drei Bauabschnitten insgesamt 46 drei- und viergeschossige Atelierhäuser mit durchgehend 3m hohen Wohnräumen und wahlweise 4-6m hohen Atelierräumen. Die Wohnräume der Obergeschosse haben vertikale Schiebefenster, die Ateliers beidseitig großflächige Atelierfenster. Im Zwischenraum der Hauszeilen wird ein gemeinsamer, halböffentlicher Freiraum als Birkenhain ….weiterlesen

Lobende Erwähnung

Paul-Wunderlich-Haus in Eberswalde

Die Mitte der Kreisstadt Eberswalde ist im Krieg so stark zerstört worden, dass aus dem kleinen Markt eine große Stadtbrache wurde. deren Neubebauung nun endlich erfolgte. Mit dem Entschluss, die Kreisverwaltung aus vielen peripheren Standorten im Zentrum der Stadt zusammenzuführen, wurde der Anstoß für das Paul-Wunderlich-Haus gegeben, das weitere …. mehr lesen

Wohnungsbau Sweetwater in Leipzig

Zwischen dem prosperierenden Gründerzeit-Wohngebiet Schleußig und den historischen, inzwischen zuBüros und Lofts umgewandelten Buntgarnwerken, dem größten gründerzeitlichen Industriedenkmal wird eine Brache an der Elster zu einem kleinen Wohngebiet mit Reihenhäusern und einigen …mehr lesen

Wohnen am Rosenpark in Stuttgart-Vaihingen

Auf einem ehemaligen Brauereigelände definiert das Wohnen im „Rosenpark“ zusammen mit dem vom
gleichen Büro gestalteten Einkaufs- und Bürgerzentrum sowie einem Schulungszentrum die Ortsmitte von Stuttgart-Vaihingen neu. 105 hochwertige Eigentumswohnungen mit hohem Sicherheitsstandard gruppieren sich um vier etwas höher gelegte, geschützte Innenhöfe. Die in blendendem Weiß mediterran anmutende…mehr lesen

Quartier am Turm in Heidelberg-Rohrbach

Mit dem „Quartier am Turm“ ist auf dem Gelände einer ehemaligen Waggonfabrik in Randlage und in schwierigem Umfeld ein funktional und sozial gemischter, hochwertiger Wohnstandort entstanden. Seine besondere Identität resultiert aus dem Erhalt des Wasserturms, einer Waggonhalle und von Fragmenten ehemaliger Fabrikationshallen sowie aus einer musikinspirierte Planung. Durch die enge Kooperation der Beteiligten, unter ihnen ein Komponist, entstanden auf den einzelnen, unterschiedlichen musikalischen Themen verpflichteten Baufeldern jeweils um einen kleinen… mehr lesen

Bootshafen in Kiel

Mit der Entwicklung des Bootshafens ist es den Verfassern gelungen, die Innenstadt Kiel ans Wasser heranzuführen, den Hafen und seine Schiffe zu einem konstitutiven Teil des städtischen Raums und des städtischen Lebens zu machen. Mit wenigen markanten und sehr diszipliniert geführten „Schnitten“ ist es gelungen, diese Schnitt-Stelle zu gestalten und zu einer Bühne oder zu einem Verweilort für Akteure und Betrachter werden zu lassen…. mehr lesen


Sonderpreis

Siedlung Altenhagener Weg in Hamburg-Wandsbeck

Bauherr: Helvetia Versicherungen Deutschland, Frankfurt a.M.
Verfasser: Springer Architekten, Jörg Springer Architekt BDA, Berlin,Georg v. Gayl, Landschaftsarchitekt MSc., Berlin

Bemerkenswert an der in den Jahren 1958-60 errichteten Siedlung ist der konsequente Städtebau mit den strikt nach Gesichtspunkten der optimalen Besonnung diagonal auf den Grundstücken angeordneten Gebäudezeilen. Ganz offensichtlich erkennen wir in Arne Jacobsens Wohnanlagen aus den späten 40er Jahren die Vorbilder für die etwa 10 Jahre später entstandene Anlage in Hamburg.
Auch für uns behalten diese Vorbilder aus der Entstehungszeit der Siedlung ihre Gültigkeit. Die eigenständige Interpretation dieser Vorbilder bestimmt künftig gleichermaßen die Gestalt der umgebauten Bestandsobjekte und die der Neubauten.weiterlesen

Belobigungen

Hans-Böckler-Siedlung in Neumünster

Planer und Architekten:
Bock, Schulz und Partner Freischaffende Architekten BDA, Bendfeldt, Herrmann, Franke Landschaftsarchitekten
Mitarbeit: Olaf Schulz, Jan O. Schulz, Brigitte Schulz, Dieter Hellwig, Heiko Helms, Karen Schlanbusch, Matthias Koch, Jürgen Fröndt, Stefanie Trunk
Auftraggeber: Stadt Neumünster, Fachdienst Stadtplanung, Baugenossenschaft Holstein, Wobau Neumünster
Sanierungsträger: BIG Städtebau GmbH Treuhänderischer Sanierungsträger
Städtebauförderung: Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein
Stadtteilbüro Kantplatz: Plankontor GmbH

Die Böcklersiedlung umfasst 1800 Wohnungen in zwei bis viergeschossiger Bauweise, sowie Schulen und Versorgungseinrichtungen. Mit großzügigen Grünflächen, innenstadtnaher Lage, Vielfalt in den Bauformen und charakteristischer Rotsteinarchitektur besitzt sie gute Voraussetzungen für eine hohe Wohnqualität.
Durchgehend sehr kleine … weiterlesen

Elefantensiedlung in Neu-Ulm

Bauherr: NUWOG Wohnungsgesell. der Stadt Neu-Ulm GmbH
Generalplanung: nps Bauprojektmanagement GmbH, Ulm
Gemeinschaftshaus / Heizzentrale: straub + tacke architekten, München
Außenanlagen: ver.de Landschaftsarchitektur, Freising, Prof. Arno S. Schmid + M. Rauh, Neu-Ulm

Die Wohngebäude der Elefantensiedlung in Neu-Ulm liegen in einer parkartigen Anlage mit wertvollem
altem Baumbestand und verteilen sich sternförmig um die zentral gelegene Wiese an der die namensgebenden Elefantenskulpturen stehen. Vor der Modernisierung präsentierte sich diese Siedlung grau, der Wohnstandard war niedrig - Einzelöfen und veraltete sanitäre Einrichtungen waren die Regel.
Als Präventionsprogramm für intakte, kleinere Quartiere hat die Oberste Baubehörde Bayerns im Rahmen ihrer Initiative „Zukunft des Wohnungsbaus“ das Modellvorhaben „Lebendige Wohnquartiere für Jung und Alt“ ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die noch stabilen Wohnstrukturen zu erhalten und zu stärken. Beispielhafte Projekte sollen … weiterlesen